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Selbst enttarnt: die AfD will keine Beteiligung Jugendlicher bei den Kommunalwahlen

Die AfD-Landtagsfraktion hat vor dem Thüringer Verfassungsgericht einen Eilantrag zur Wahlteilnahme von minderjährigen Jugendlichen eingereicht. Damit will sie verhindern, dass Jugendliche ab 16 Jahren an den kommenden Oberbürgermeister-, Bürgermeister- und Landratswahlen teilnehmen können.
Wunderbare Selbstenttarnung, kann ich da nur sagen. Der Eilantrag gegen das 2015 eingeführte kommunale Wahlrecht ab 16 Jahren zeigt offenkundig, dass Mitbestimmung und Partizipation Jugendlicher der AfD ein Dorn im Auge sind. Offenbar missfällt der AfD, dass ihre Stimmanteile von jungen Menschen (18 bis 24 Jahre) bei der Bundestagswahl 2017 geringer als in anderen Altersgruppen ausfielen.
Die Behauptung, dass Jugendliche eine Beteiligung an Wahlen selbst nicht wollen, ist so borniert wie absurd. So spricht sich beispielsweise der Thüringer Landesjugendring als Vertretung von 22 Jugendverbänden ganz klar seit Jahren schon für das kommunale Wahlrecht mit 16 Jahren aus. Außerdem ist die Wahlbeteiligungsquote von 16- und 17-Jährigen in Ländern, in denen es das Wahlrecht ab 16 Jahren schon länger gibt, höher als die der nächstälteren Altersgruppen. Jugendliche wollen mitbestimmen. Ich jedenfalls freue mich darauf, dass Jugendlichen bei Kommunalwahlen endlich mehr zugetraut und ihnen eine Stimme gegeben wird.

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